Im ausführlichen Glossar werden wichtige (Fach)Begriffe aus dem Orientierungsplan erläutert. Das ausführliche Glossar schließt an das Glossar im Anhang des weiterentwickelten Orientierungsplans an.
- Essentwicklung des Kindes als Thema des Aufnahmegesprächs und der Entwicklungsgespräche
- Essdokumentation von bemerkenswerten Entwicklungsschritten, z. B. neue Fertigkeiten, Akzeptanz bisher unbekannter Lebensmittel
- Abstimmungen und Vereinbarungen mit Eltern über mitgebrachtes Essen und Trinken, z. B. Geburtstage, Brotdose
- Erarbeitung eines Skripts für die Mahlzeitengestaltung und -begleitung, u. a. Umgang mit Ankerlebensmitteln
- Partizipation der Kinder und Möglichkeit zur Beschwerde in eigener Angelegenheit rund um das Thema Essen und Trinken
- Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern außerhalb der Kindertageseinrichtung, z. B. Bauernhof, Wochenmarkt, Bäckerei
- Ernährungsbildungsprojekte
- Die materielle Ebene beschreibt: Welche Lebensmittel und Getränke sind überhaupt essbar/genießbar? Wo kommen diese Lebensmittel her? Wie und für wen sind sie verfügbar? Wie werden daraus Speisen bzw. Getränke hergestellt und zubereitet? Wann wird was und wie gegessen/getrunken?
- Die sinnliche Ebene umfasst den Genuss und die Lust am Essen. Auch Emotionen haben einen großen Einfluss auf die Art und Weise, wie und was wir essen und trinken.
- Über die Esskultur werden sowohl kulturelle als auch individuelle Werte vermittelt und ausgedrückt.
Was ist Elementare Musikpädagogik?
In der Elementaren Musikpädagogik (EMP) ist der praktische Umgang mit Musik zentral.
Sie bietet eine Vielfalt von Umgangsweisen mit Musik, um einen vielfältigen Zugang zu
Musik zu ermöglichen. EMP bietet Kindern einen ganzheitlichen Zugang zur Musik durch
Singen, Tanzen, Instrumente und Bewegung. Sie fördert kreatives Musizieren und stärkt
soziale, motorische und kognitive Fähigkeiten.
Was ist Emotionsregulation?
Emotionsregulation bezeichnet den Prozess, durch den Menschen ihre emotionalen Erfahrungen beeinflussen, einschließlich der Intensität, Dauer und des Ausdrucks von Emotionen. Diese Regulation umfasst kognitive und verhaltensbasierte Strategien, die darauf abzielen, positive und negative Emotionen zu verstärken, aufrechtzuerhalten oder abzuschwächen. Sie kann bewusst gesteuert oder automatisch ablaufen.
Was bedeutet Empowerment?
Empowerment unterstützt Menschen dabei, eigene Stärken und Ressourcen zu entdecken, um ein selbstbestimmtes und autonomes Leben zu führen. Es eröffnet Möglichkeitsräume, in denen Menschen eigene Stärken aneignen und Muster solidarischer Vernetzung erproben können.
Was bedeutet Entwicklungsbezogene Kooperation?
Entwicklungsbezogene Kooperation beschreibt Kooperationsaktivitäten, die sich auf den mündlichen und schriftlichen Austausch von Informationen über die Entwicklung einzelner Kinder beziehen und damit datenschutzrechtlich das Einverständnis der Eltern voraussetzen.
Was bedeutet Episodisches Gedächtnis?
Das episodische Gedächtnis ist das Gedächtnis für persönlich erfahrene Ereignisse, die sich an einem bestimmten Ort und Zeitpunkt ereignet haben (z. B. ein Kinobesuch). Im Gegensatz zum impliziten Gedächtnis, das unbewusste Lernprozesse speichert, wird die Lernepisode im episodischen Gedächtnis bewusst erinnert, d. h. wieder erlebt. Es wird häufig mit dem autobiografischen Gedächtnis gleichgesetzt, das die Ereignisse des eigenen Lebens speichert. Die Erinnerung wird erleichtert, wenn der Kontext des Lernens und des Abrufs übereinstimmt. Das episodische Gedächtnis ermöglicht mentale Zeitreisen, indem es vergangene Ereignisse wiedererlebt und zukünftige antizipiert. Ihm kommt Bedeutung für Identität, Zeitwahrnehmung und alltägliches Funktionieren zu.
Was bedeutet Ernährungsbildung?
Ernährungsbildung beschreibt das Anstoßen und Begleiten eines Lernprozesses zur Gestaltung einer individuell und gesellschaftlich sinnvollen Ess- und Ernährungsweise. Sie ist neben naturwissenschaftlicher Bildung (z. B. Ernährungsphysiologie, Ursprung und Herstellung von Lebensmitteln) immer auch Esskulturbildung. D.h., sie beinhaltet ästhetisch-kulturelle sowie kulinarische Bildungselemente und trägt zur Entwicklung der Kultur des Zusammenlebens bei. In Bildungskontexten umfasst Ernährungsbildung gesundheitliche, soziale, kulturelle, ökonomische und ökologische Dimensionen. Sie ermöglicht den Aufbau von Sach-, Handlungs- und Entscheidungskompetenzen für Selbstbestimmung, Mitbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe.
Was bedeutet Ernährungskonzeption?
Die Ernährungskonzeption ist Teil der pädagogischen Konzeption der Kindertageseinrichtung in Bezug auf Essen und Trinken. Sie umfasst u. a.:
Ausstattung mit thematisch passenden Spiel- und Bildungsmaterialien.
Was bedeutet Essgeschichte?
Die Essgeschichte eines Menschen entwickelt sich im gesamten Lebenslauf unter vielfältigen soziokulturellen, interkulturellen und historischen Einflüssen. Die eigenen Erfahrungen mit dem Essen in Kindheit, Jugend und auch im Erwachsenenalter bestimmen bewusst oder unbewusst das Essverhalten, Vorlieben, Abneigungen und Essmuster. Reflektionen der pädagogischen Fachkraft und des Kita-Teams zur eigenen Essgeschichte sind Grundlage z. B. zur Entwicklung der Verpflegungskonzeption, den Abläufen rund um Essen und Trinken sowie Empfehlungen für die Eltern.
Was bedeutet Esskultur?
Die Esskultur ist Teil des Lebensstils, den wir pflegen. Diese ist veränderbar und muss im Lau-fe des Lebens immer wieder an die Erfordernisse und Lebensumstände angepasst werden. Die Esskultur umfasst mehrere Ebenen:
Was bedeutet Ethik?
Ethik, als ein Teilgebiet der Philosophie, beschäftigt sich mit den moralischen Grundsätzen des menschlichen Handelns, also mit der Frage, was als richtig oder falsch gilt.
Was sind Exekutive Funktionen?
Exekutive Funktionen umfassen kognitive Prozesse, die zur Steuerung von Verhalten, Emotionen und Aufmerksamkeit nötig sind, insbesondere in neuen, herausfordernden oder ungewohnten Situationen. Sie haben eine große Bedeutung in erziehungs- und bildungsrelevanten Kontexten. Wichtige Teilbereiche, die bei exekutiven Funktionen, unterschieden werden, sind Inhibition (Impulse kontrollieren können), Arbeitsgedächtnis (Informationen über längere Zeit behalten und nutzen zu können) und kognitive Flexibilität (sich auf neue Anforderungen flexibel einstellen zu können). Exekutive Funktionen entwickeln sich ab dem Kleinkindalter und sind eng mit Fähigkeiten verbunden sich selbst zu steuern und sozial angemessen zu handeln und Probleme zu lösen, auch spontane Impulse zu hemmen.