Im ausführlichen Glossar werden wichtige (Fach)Begriffe aus dem Orientierungsplan erläutert. Das ausführliche Glossar schließt an das Glossar im Anhang des weiterentwickelten Orientierungsplans an.
Was sind Mediale Repräsentationen?
Mediale Repräsentationen beziehen sich auf die Art und Weise, wie Informationen durch verschiedene Medien dargestellt und vermittelt werden. Sie umfassen visuelle, akustische und textuelle Formen, die durch Medien wie Bilder, Videos, Audioaufnahmen und schriftliche Texte übertragen werden. Sie sind entscheidend dafür, wie Inhalte vermittelt werden. Mediale Repräsentationen prägen unser Verständnis und unsere Wahrnehmung von Informationen, da sie oft die emotionale und kulturelle Bedeutung von Inhalten beeinflussen. Sie sind nicht nur eine Darstellung von Fakten, sondern auch ein Spiegel der kulturellen und sozialen Kontexte, in denen sie produziert und konsumiert werden. So können Medieninhalte bestimmte Sichtweisen verstärken oder herausfordern, indem sie Informationen auf eine bestimmte Art und Weise präsentieren und interpretieren.
Was bedeutet Mehrsprachigkeit?
Kinder werden als mehrsprachig betrachtet, wenn sie in einem Umfeld aufwachsen, in dem verschiedene Sprachen verwendet werden. Sie durchlaufen einen natürlichen Sprach(en)erwerb und nutzen hierfür die gleichen Lernprinzipien wie einsprachige Kinder. Im Gespräch vermischen sie oft mehrere Sprachen. Das sogenannten Translanguaing ist Ausdruck einer aktiven Auseinandersetzung mit den verschiedenen Sprachen. Weltweit betrachtet entspricht mehrsprachiges Aufwachsen dem Normalfall, nicht der Ausnahme. Zur Schaffung von Bildungsgerechtigkeit bedarf es der Wahrnehmung und Anerkennung von Mehrsprachigkeit als wichtige Ressource. Hervorzuheben ist dabei die Bedeutung der Familiensprache als Fundament für weitere Sprachen, Stärkung der emotionalen Stabilität sowie der kulturellen Identität.
Was sind Mikrotransitionen?
Mikrotransitionen sind kleine Übergänge im Tagesablauf von Kitas oder Kinderkrippen, die sich mehrfach täglich wiederholen können. Sie umfassen den Wechsel von Räumen, Aktivitäten und Personen, wie z. B. vom Gruppenraum zum Waschraum, vom Essen zum Schlafen oder von den Eltern zur Fachkraft. Kinder entwickeln sogenannte Skripts für Alltagsroutinen, ähnlich einem Drehbuch, das ihnen hilft, Handlungsabläufe zu verinnerlichen und deren Verlauf zu erwarten.
Was bedeutet Moral?
Moral beschreibt als Oberbegriff die Summe aller von einem Menschen oder einer Gesellschaft als richtig und wichtig anerkannten Normen und Ideale eines als gut geltenden Sich-Verhaltens. Sie bezieht sich auf die normativen Werte, Regeln und Ideale, die das menschliche Handeln leiten oder leiten sollten.
Was bedeutet Morphologie?
Morphologie oder Wortbildungslehre ist ein Teilbereich der Linguistik, der sich mit der Struktur und Zusammensetzung von Wörtern beschäftigt. Sie beschreibt Muster, nach denen komplexe Wörter strukturiert sind und neue Wörter gebildet werden. Die kleinste sprachliche Einheit, das Morphem, kann unterschiedlich kombiniert werden. Das Morphem spiel wird zum Verb spielen, zum Substantiv Spieler oder zum zusammengesetzten Substantiv Spielzeug. Diese „Bauweise“ von Wörtern zu verstehen, ermöglicht es, neue Wörter sinnvoll zu bilden. Daher ist die Morphologie für den Ausbau des Wortschatzes von zentraler Bedeutung.
Was sind Motive?
Ein Motiv ist eine innere Antriebskraft oder Bereitschaft, die beeinflusst, welche Ziele verfolgt und welche Situationen jemand als wichtig oder relevant empfindet. Motive steuern und bestimmen das Verhalten, z. B. wie stark jemand auf bestimmte Anreize und Ziele reagiert und welche Aktivitäten bevorzugt werden. Motive können als Bedürfnisse, persönliche Ausrichtungen oder individuelle Interessen beschrieben werden und sind zentral für die Motivation. Man unterscheidet zwischen biologischen Motiven, wie Hunger oder Durst, und psychologischen Motiven, wie Leistung, Autonomie oder Anschluss. Biologische Motive hängen mit körperlichen Prozessen zusammen und können sich im Laufe des Tages ändern, während psychologische Motive relativ stabile Antriebskräfte, die von Person zu Person variieren. Zum Beispiel führt ein starkes Anschlussmotiv dazu, dass jemand Kontakte zu anderen sucht, sich gerne in Gruppen aufhält und/oder soziale Kontakte pflegt.
Was sind Musikalische Handlungsweisen?
Musikalische Handlungsweisen bezeichnen diverse Interaktionen eines Menschen mit Musik. Hierzu zählen nicht nur das aktive Musizieren mit Instrumenten und das Singen, sondern auch die Bewegung zur sowie das bewusste Wahrnehmen, Hören, Improvisieren, Komponieren und Analysieren von Musik.
Was bedeutet Musikalische Kompetenz?
Musikalische Kompetenz entsteht, wenn Basisfähigkeiten aufbauend gefördert werden. Zu den musikalischen Basisfähigkeiten gehören melodisch-tonale Fähigkeiten und motorisch-metrisch-rhythmische Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten werden in Verbindung mit abwechslungsreichem Singen und Musizieren aufgebaut.